Der Klassiker bei Rohrschäden war lange Zeit teuer und aufwendig: Garten aufgraben, Estrich stemmen, Rohr wechseln, alles wieder zuschütten. Das kostet nicht nur viel Geld – sondern auch Nerven, Zeit und oft wochenlange Baustellen. Moderne grabenlose Verfahren machen das heute überflüssig.
Was bedeutet Rohrsanierung ohne Aufgraben?
Bei der grabenlosen Rohrsanierung wird das beschädigte Rohr von innen repariert oder erneuert – ohne Erdarbeiten, ohne Aufbruch von Estrich und ohne Beschädigung von Garten oder Einfahrt. Die Techniker arbeiten ausschließlich über bestehende Revisionsöffnungen und Schächte.
Das spart Kosten für Erd- und Wiederherstellungsarbeiten, die bei konventionellen Methoden oft mehr als die eigentliche Rohrsanierung ausmachen.
Das Inliner-Verfahren: Der Goldstandard
Das Inliner-Verfahren (auch Schlauchlining oder CIPP – Cured-in-Place Pipe) ist die meistgenutzte Methode bei der grabenlosen Sanierung:
- Vorbereitung: Das Rohr wird mit Hochdruck gereinigt und kamerainspiziiert.
- Einzug: Ein mit Epoxidharz oder Polyesterharz getränkter Filzschlauch wird in das Rohr eingezogen oder eingeblasen.
- Aushärtung: Durch UV-Licht oder Heißdampf härtet der Harzschlauch aus und bildet ein neues, nahtloses Innenrohr.
- Qualitätskontrolle: Eine abschließende Kamerainspektion bestätigt die einwandfreie Ausführung.
Das Ergebnis: Ein neues Rohr im alten Rohr – mit einer Lebensdauer von 50+ Jahren, glatter Innenfläche und verbessertem Durchfluss.
Kurzliner & Hutprofile für lokale Schäden
Nicht immer ist das gesamte Rohr beschädigt. Wenn nur ein Teilbereich saniert werden muss – z. B. ein einzelner Riss, ein undichter Anschluss oder ein Rohrversatz – kommt der Kurzliner oder ein Hutprofil zum Einsatz. Diese decken nur den betroffenen Abschnitt ab und sind noch günstiger als der Vollschlauch.
Relining & Berstlining
Beim Relining wird ein neues Kunststoffrohr in das alte Rohr eingezogen. Besonders sinnvoll bei größeren Rohrdurchmessern. Beim Berstlining wird das alte Rohr nach außen gesprengt und gleichzeitig ein neues Rohr hineingezogen – ideal bei vollständig zerstörten Leitungen, auch ohne Aufgraben.
Kosten im Vergleich: Grabenlos vs. Konventionell
| Methode | Kosten Sanierung | Kosten Erdarbeiten | Gesamt |
|---|---|---|---|
| Inliner (grabenlos) | 1.000 – 3.000 € | 0 € | 1.000 – 3.000 € |
| Offene Bauweise | 800 – 2.000 € | 2.000 – 8.000 € | 2.800 – 10.000 € |
Die grabenlose Methode ist in den meisten Fällen nicht nur schneller, sondern auch deutlich günstiger – sobald Erd- und Wiederherstellungskosten eingerechnet werden.
Für wen ist grabenlose Rohrsanierung geeignet?
- Hausbesitzer mit wertvoll gestalteten Gärten oder gepflasterten Einfahrten
- Altbauten mit Rohren aus Ton, Steinzeug oder Gusseisen
- Mehrfamilienhäuser, wo Bewohner nicht für Wochen evakuiert werden können
- Gewerbeobjekte, die den Betrieb aufrechterhalten müssen
Häufige Fragen
Qualitativ ausgeführte Inliner halten 50 Jahre und länger. Sie erfüllen alle DIN-Normen und sind von Versicherungen anerkannt.
Während der eigentlichen Sanierung (Einzug und Aushärtung, ca. 4–8 Stunden) ist das Rohr außer Betrieb. Danach ist es sofort wieder nutzbar.
Ja. Die Ausführung erfolgt nach DIN EN ISO 11295 und DIN EN 13689. Rohrkraft24 arbeitet ausschließlich nach diesen Normen.
Ja – sowohl Grundleitungen unter dem Haus als auch Kanalrohre im Garten bis zum öffentlichen Kanal können grabenlos saniert werden.